Zukunft der Wehrpflicht offen

Verkürzung nur noch eine Frage der Zeit / Merkel offenbar für Aussetzung

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Schwarz-Gelb peitscht die Verkürzung von Wehr- und Zivildienst im Eiltempo durch das Parlament. Dabei verdichten sich Anzeichen, dass diese nur einige Monate bestehen wird.

Gestern Morgen debattierte der Bundestag vor dürftiger Kulisse die Zukunft des Wehr- und Zivildienstes. In erster Lesung wurde über ein von Union und FDP ausgehandeltes Gesetz beraten. Das besagt, dass ab Anfang Juli der Zwangsdienst von bisher neun auf künftig sechs Monate verkürzt werden soll. Für die Zivildienstleistenden gibt es die Möglichkeit, die Dienstzeit um drei bis sechs Monate zu verlängern. Eine Option, die vor allem von Sozial- und Wohlfahrtsverbänden begrüßt wurde.

Der oberste Dienstherr der Bundeswehr, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), trommelte im Parlament für eine zügige Verabschiedung der verkürzten Wehrpflicht. Zwar sei er ein grundsätzlicher Befürworter der Wehrpflicht, die »weitestgehend eine Erfolgsgeschichte« sei, so der Minister. Dennoch müssten die Streitkräfte strukturell reformiert werden. In der Debatte über ihre Zukunft dürfe es keine »Tabus und keine Denkverbote« geben. Zu Guttenberg...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.