Im Luftschutzkeller bei Tommy Spree

Im Weddinger Anti-Kriegs-Museum lässt sich erfahren, wohin Faschismus führt

  • Von Oliver Matz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Tommy Spree (r.) vermittelt Besuchern ein Gefühl für Wirklichkeit im Luftschutzkeller.

Durch die gläserne Tür betritt der Besucher das Anti-Kriegs-Museum in der Brüsseler Straße. Hier sieht er Fotografien von Kriegsversehrten und Kriegsreliquien wie Stahlhelme und Gasmasken. Eines der an den Wänden platzierten Fotos präsentiert den Gefreiten F., einen Soldaten des Ersten Weltkrieges, dem eine Artilleriegranate Unterkiefer und Zähne weggerissen hat.

Eine Treppe führt in einen Luftschutzraum. Dieser vermittelt durch seine Enge und die kahlen Mauerwände einen authentischen Eindruck des beklemmenden Alltags der Zivilbevölkerung in den Luftschutzräumen des Zweiten Weltkrieges. Sogar eine Luftschutzsirene ist zu hören.

Die Gäste des Museums kommen aus allen Ländern und entstammen jeder sozialen Schicht. Selbst Bundeswehrsoldaten und angehende Jugendoffiziere kommen hierher. Nicht selten werden dann auch Themen wie der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr diskutiert.

Wenn die letzten Besucher das Museum verlassen haben, schaltet sein...


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