Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Raus aus dem Gerede

Klaus Joachim Herrmann über den Krankenhausstreit

Die Charité hat nicht nur einen guten Namen, sondern einen vorzüglichen mit Weltgeltung. Sie hat einfach einen Ruf, es ist eben »die Charité«. So etwas ist schwer gewonnen und leichter verspielt. Allzu lange schon tobt der Streit. Die Aktuelle Stunde im Abgeordnetenhaus war da nur ein Steinchen im Mosaik, und das war noch lange nicht das letzte. Fortsetzung folgt.

Die ehrwürdige Einrichtung ist gründlich ins Gerede gekommen. Die Themen sind alles andere als erfreulich. Marodes Bettenhaus, lecke Dächer, kein Geld. Sind 300 Millionen Euro viel oder wenig, wofür reichen 600 Millionen? Finanzsenator und Vorstandschef sind unverhohlen und öffentlich auf Konfrontationskurs. Beteiligte werfen sich gegenseitig fehlende oder falsche Konzepte vor, die Opposition dem Senat sowieso.

Charité ist ein Name mit Weltgeltung in der medizinischen und der akademischen Welt. Niemand sollte sich deshalb einbilden, dass die Auseinandersetzungen unbemerkt lokal bleiben und ohne Außenwirkung. Es ist an der Zeit, dass die Akteure mit derselben Leidenschaft wie für den öffentlichen Streit sich nun an die beste oder wenigstens die mögliche Lösung machen. Die Charité muss endlich raus aus dem Gerede. Denn wenn sie verliert, verliert auch Berlin.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln