Die »Spielmacher« ausgebremst

Beim EU-Gipfel konnten Deutschland und Frankreich keine Finanzmarkt-Steuer durchsetzen

  • Von Stephanie Lob (AFP), Brüssel
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Die EU will offenlegen, wie krisensicher die europäischen Großbanken sind. Dagegen konnten sich die Teilnehmer des Gipfels vom Donnerstagabend in Brüssel nicht auf die Einführung einer internationalen Finanzmarktsteuer einigen.

So mancher Fußballtrainer kann davon ein Lied singen: Auch zwei Spitzenstürmer machen noch keinen Sieg. Beim EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel stießen Deutschland und Frankreich mit Forderungen nach einer Finanzmarkt-Steuer und harten Sanktionen gegen Defizitsünder auf Ablehnung. Vor dem Weltfinanzgipfel in Toronto (Kanada) einigte sich die EU zwar auf eine Bankenabgabe. Dahinter stehen aber noch viele Fragezeichen.

Der europäische Ratsvorsitzende Herman van Rompuy schätzte sich schon glücklich, dass die Staats- und Regierungschefs trotz der Fußball-Weltmeisterschaft überhaupt nach Brüssel gefunden hatten. Besonders dankte van Rompuy zu Gipfelbeginn dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, dessen Mannschaft an diesem Abend gegen Mexiko spielte.

Traditionell ge...


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