Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

... Kamerun packt vorzeitig die Koffer

Dänemark zähmt die Löwen mit 2:1 und erhält sich alle Chancen für das Achtelfinale

Der Ball des Dänen Dennis Rommedahl im Kameruner Tor. Das Aus für die »Löwen«.
Der Ball des Dänen Dennis Rommedahl im Kameruner Tor. Das Aus für die »Löwen«.

Die Löwen sind gezähmt. Kamerun ist als erste Mannschaft vorzeitig gescheitert. Nach der 0:1-Niederlage gegen Japan zum Turnierauftakt verloren die Afrikaner in Pretoria gegen Dänemark auch das zweite Vorrundenspiel mit 1:2 und haben vor dem abschließenden Auftritt am Donnerstag gegen die Niederlande keine Chance mehr auf den Einzug ins Achtelfinale.

Die Dänen, für die Nicklas Bendtner (33.) und Dennis Rommedahl (61.) trafen, kämpfen mit Japan um das verbliebene Achtelfinal-Ticket. Für Kamerun, das bei seiner sechsten WM-Teilnahme bereits zum fünften Mal in der Vorrunde scheiterte, war Samuel Eto'o erfolgreich (10.). »Das ist eine große Enttäuschung, für uns und die ganze Nation. Wir haben unser Bestes gegeben, aber wir waren einfach zu schwach vor dem Tor«, sagte Kameruns Nationaltrainer Paul Le Guen. Dänemarks Coach Morten Olsen kann das »Endspiel« gegen Japan kaum noch erwarten: »Jetzt sind wir bei der WM drin. Jetzt geht es erst richtig los.«

Vor 38 074 Zuschauern im Loftus-Versfeld-Stadion entwickelte sich von Beginn an eine lebendige Partie, in der beide Teams den Weg nach vorne suchten. Den Afrikanern gelang dies zunächst besser. Beim frühen Führungstreffer war dieses Engagement allerdings nicht allein ausschlaggebend. Kamerun profitierte von einem fatalen Fehler des dänischen Mittelfeldspielers Christian Poulsen. Der Ex-Schalker spielte den Ball unbedrängt in die Füße von Pierre Webo, dieser setzte seinen Kapitän Eto'o in Szene – und der traf aus etwa zehn Metern.

Überhaupt war der von seinen Mannschaftskollegen heftig umjubelte Torschütze gegenüber der 0:1-Niederlage gegen Japan nicht wiederzuerkennen. Nach seiner Kritik an Trainer Le Guen durfte der derzeit beste Fußballer Kameruns wieder in dem von ihm bevorzugten Sturmzentrum beginnen und sorgte immer wieder für Unruhe in der dänischen Abwehr. Kurz vor der Pause stand dem zweiten Treffer des 29-Jährigen einzig der Pfosten im Weg. Le Guen hatte jedoch nicht nur mit der Umstellung im Angriff auf das Murren aus Teilen seines Teams gehört und die Startformation aus dem ersten WM-Auftritt auf weiteren Positionen geändert. Sehr zum Nachteil der beiden gebürtigen Deutschen im Team. So saßen die Youngster Choupo-Moting (Nürnberg) und Joel Matip (Schalke) zunächst nur auf der Bank.

Auch Dänemark, das auf den frühen Rückstand zunächst geschockt reagierte, hatte seine Anfangself umgestellt. Nach der 0:2-Pleite zum Auftakt gegen die Niederlande verstärkte Trainer Olsen die Offensive. Neben Jon Dahl Tomasson begann auch Routinier Jesper Grönkjaer.

Im zweiten Durchgang setzte sich die muntere Partie mit Strafraumszenen auf beiden Seiten fort. Wirklich zwingende Chancen ergaben sich jedoch nur selten – bis Rommedahl den eingewechselten Jean Makoun für dessen fehlerhaftes Verhalten im Zweikampf bestrafte und nach schöner Einzelleistung aus halbrechter Position traf. Kamerun versuchte verzweifelt zurückzuschlagen. Der eingewechselte Idrissou, der beim SC Freiburg um mehr Geld buhlt, wirkte besonders stümperhaft.

Kamerun: Souleymanou - Mbia, Nkoulou, Bassong (73. Idrissou), Assou-Ekotto - Geremi, Enoh (46. Makoun) - Song, Emana - Webó (78. Aboubakar), Eto'o.

Dänemark: Sørensen - Jacobsen, Kjær, Agger, Simon Poulsen - Ch. Poulsen - Grønkjær (67. Kahlenberg), Jørgensen (46. Jensen) - Rommedahl, Bendtner, Tomasson (86. Poulsen).

Tore: 1:0 Eto'o (10.), 1:1 Bendtner (33.), 1:2 Rommedahl (61.). Schiedsrichter: Larrionda (Uruguay). Zuschauer: 38 074.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln