Versuchskaninchenstall »Dritte Welt«

Pharmafirmen testen ihre Produkte billig und praktisch unkontrollierbar in den ärmsten Regionen

  • Von Jan Pehrke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Pharma-Multis lassen Arzneimittelstudien immer häufiger in den ärmsten Ländern durchführen.

»Auch als Ressource wird Indien für die Pharma-Sparte interessant«, schrieb das »Handelsblatt« schon 2007 über die Aktivitäten des Pharmakonzerns Bayer auf dem Subkontinent. »Er lässt dort bereits sechs neue Medikamente testen. Das bringt deutliche Ersparnisse und ein schnelleres Entwicklungstempo.« Die Firmen, die für den Leverkusener Multi klinische Studien übernehmen, sprechen eine ähnliche Sprache: Igate verweist auf ein »Rohmateriallager« von 40 Millionen AsthmatikerInnen, 34 Millionen DiabetikerInnen und 8 bis 10 Millionen HIV-Infizierten, das Institut Parexel wirbt mit »Rich-World-Illnesses« (Wohlstandskrankheiten) sowie Indiens genetischer Vielfalt als Standortfaktor, und CSC Pharmaceuticals hat »große Quantitäten« im Angebot, »die für klinische Tests offeriert werden können«.

Für diese Tests, die meist neue Anwendungsbereiche für alte Medikamente suchen, reicht das »Rohmateriallager Indien« aber nicht. Darum erschließt Bayer a...

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