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Ende der Regentschaft

0:2 gegen Argentinien: Griechenlands Trainer Rehhagel vor dem Aus

  • Von Holger Luhmann, SID
  • Lesedauer: 3 Min.

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Ein bisschen erinnerte Otto Rehhagel an Franz Beckenbauer nach dem WM-Triumph 1990 in Rom: Für einen Moment lang stand der 71 Jahre alte Trainer gedankenverloren mitten im Stadion »Peter Mokaba« in Polokwane, schaute sich noch einmal die Gegentreffer auf der Anzeigetafel an, ließ den Blick über die Tribünen schweifen und ging in die Kabine. Es dürfte Rehhagels Abgang von der großen Fußballbühne gewesen sein.

Otto Rehhagel machte nach dem 0:2 (0:0) von Griechenland gegen Argentinien aus seiner Zukunft ein großes Geheimnis. Die griechischen Medien stimmten am Tag nach dem WM-Aus aber bereits den feierlichen Abgesang an. »Danke, Otto!«, titelte die Zeitung »Sportday« – auf Deutsch. »Exedra« schrieb vom »Ende einer Ära«.

Der Huldigung seiner Untertanen konnte sich »König Otto« auf jeden Fall noch einmal gewiss sein. »Mit dir haben wir Griechen gelernt, wozu wir fähig sind. Bei der letzten Vorstellung haben wir 75 Minuten lang geträumt«, schrieb Sportday und für Goalnews war es »ein Abschied mit erhobenem Haupt«.

Rehhagel lobte noch einmal seine Spieler und zog trotz allem ein positives Fazit. »Die Mannschaft hat immer mit Herz und Begeisterung gespielt. Sie hat aus ihren Möglichkeiten das Beste herausgeholt. Man darf nicht vergessen, dass wir gegen Nigeria den ersten WM-Sieg für Griechenland gefeiert haben. Und auch den Argentiniern haben wir etwas weh getan«, sagte Rehhagel.

Der frühere Meistertrainer von Werder Bremen und des 1. FC Kaiserslautern hob hervor, dass er seit 2001 die Griechen in der Weltrangliste von Platz 65 auf Rang 13 geführt hat. Höhepunkt war der sensationelle EM-Triumph 2004.

Gegen Argentinien hatte Rehhagel noch einmal sein Glück als Maurermeister versucht. Mit drei Abwehrspielern, einem defensiven Fünfer-Mittelfeld und Sokratis Papastathopoulos als Sonderbewacher für Weltfußballer Lionel Messi hielt das griechische Abwehrbollwerk der besseren B-Elf der Südamerikaner auch lange stand. Doch Bayern Münchens Innenverteidiger Martin Demichelis (77.) und Martin Palermo (89.) zerstörten die Hoffnung auf das hellenische Wunder.

Argentiniens Trainer Diego Maradona schickte bereits einen Gruß an die eigenen Anhänger und blickte nach dem dritten Erfolg bei der Endrunde siegessicher auf das Achtelfinale am Sonntag gegen Mexiko. »Bei allem Respekt vor Mexiko: Unsere Fans können ganz entspannt sein, denn mein Team ist konzentriert und absolut intakt«, sagte Maradona.

Griechenland: Tzorvas - Kyrgiakos, Papadopoulos, Moras, Papastathopoulos - Vyntra, Katsouranis (54. Ninis), Tziolis, Torosidis (54. Patsatzoglou), Karagounis (46. Spiropoulos) - Samaras.

Argentinien: Romero - Otamendi, Demichelis, Burdisso, Rodríguez - Maxi Rodriguez (63. Di Maria), Bolatti, Verón - Messi - Milito (80. Palermo), Agüero (77. Pastore).

Tore: 0:1 Demichelis (77.), 0:2 Palermo (89.). Schiedsrichter: Irmatow (Usbekistan). Zuschauer: 38 891.

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