Olaf Standke 25.06.2010 / Ausland

Machtpoker auf dem Doppelgipfel

Heute beginnt im kanadischen Huntsville das diesjährige G8-Spitzentreffen

G-Gipfel vermitteln gern den Eindruck, als berieten hier die wirklich mächtigen Gremien der Welt. Am Wochenende treffen sich in Kanada erst traditionell die sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten plus Russland, danach erweitert sich der Kreis der größten Volkswirtschaften, um im G20-Rahmen die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu erörtern. So gespalten die Runden in vielen Fragen sind, so groß ist die Kritik an der teuren Veranstaltung.

20 000 Sicherheitskräfte, ein drei Meter hoher Zaun, der Downtown Toronto in eine Festung verwandelt, »wie ich sie noch nie gesehen habe«, wie Sid Ryan vom Gewerkschaftsbund der Provinz Ontario kritisiert, Kampfjets, die von oben die Tagungsstätten und angekündigten globalisierungskritischen Demonstrationen im Visier haben, ein extra angelegter künstlicher See im Medienzentrum – alles in allem Kosten, die mit 1,1 Milliarden kanadischen Dollar über denen der Olympischen Winterspiele von Vancouver liegen. Zumindest in diesem Punkt ist das alljährliche G-Spektakel wieder einmal rekordverdächtig. Mit diesem Geld ließe sich in ärmeren Teilen der Welt einiges an Hilfsprojekten auf die Beine stellen. Schließlich steht schon heute beim G8-Gipfel nahe der beschaulichen Kleinstadt Huntsville gut 200 Kilometer nördlich von Toronto neben politischen Konfliktfragen wie dem iranischen oder dem nordkoreanischen Atomprogramm auch die weltweite Armutsbekämpfung auf der Tagesordnung.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: