Teddys zweites Leben

Leipziger Projekt arbeitet gespendetes Spielzeug auf und gibt es an Bedürftige und Vereine ab

  • Von Heidrun Böger, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Furore machte in Leipzig ein Projekt, das es etwa sechzigmal in Deutschland gibt. Dekra Akademie und Arbeitsgemeinschaft Leipzig haben sich zusammengetan, um einerseits Arbeitslosen den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Außerdem erhalten bedürftige Familien Spielzeug – und das kostenlos.

Plüschtiere bis unter die Decke: Projektleiterin Constanze Nötzel im Lager der Toys Company

Mit Hingabe schleift Günther Mocker am Puppenhaus, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Treppen sind teilweise ausgebaut, noch macht es einen tristen Eindruck. Hinten im Regal steht ein anderes Puppenhaus, das macht schon ordentlich was her. Günther Mocker und seine Kollegen haben es hergerichtet: »Das macht hier richtig Freude.«

Der 59-Jährige arbeitet in der Werkstatt von Toys Company, einem Leipziger Projekt, in dem altes Spielzeug aufgearbeitet und bedürftigen Familien zur Verfügung gestellt wird. Er selbst ist wie jeder der 26 Mitarbeiter langzeitarbeitslos und froh über die Möglichkeit, hier 25 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dafür bekommt er 1,25 Euro pro Stunde Aufwandsentschädigung zusätzlich zu seinem Arbeitslosengeld II.

Schulung in Buchführung

Der Projektträger ist die Dekra Akademie. Zeitlich beschränkt ist das Projekt bis zum Oktober 2010. Wie es danach weitergeht, weiß im Moment noch keiner. Deutschlandweit lauf...


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