Mit Kohle ist es bald Asche

LINKE debattiert Braunkohle-Frage / Energieparteitag in Sachsen

  • Von Hendrik Lasch, Schleenhain
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das Thema Braunkohle hat in der LINKEN das Zeug zum Konfliktstoff, und zwar nicht erst seit dem Koalitionsvertrag in Brandenburg. In Sachsen soll sich sogar ein gesamter Parteitag der Frage widmen, woher künftig die Energie kommen soll.

Manchmal kann sogar Braunkohle eine grüne Angelegenheit sein. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain, aus dem im Süden von Leipzig der Braunkohlenförderer Mibrag jährlich elf Millionen Tonnen Kohle für das direkt benachbarte Kraftwerk Lippendorf fördert, haben die Abraumbagger ein Flöz freigelegt. Auf dessen Oberseite wurde für die Zeit, bis der Kohlebagger kommt, Gras gesät. »Damit wird weniger Staub aufgewirbelt«, erklärt Rudolf Lehmann, früher Betriebsleiter im Braunkohlenkombinat, die Aktion zum Umweltschutz in der Grube.

Die Gäste, denen Lehmann vom Aussichtspunkt Großkieritzsch aus den Tagebau erklärt, nicken beifällig. Ihre grundlegende Skepsis gegenüber der Kohle wird durch die grüne Fläche freilich augenscheinlich nicht erschüttert. Es sind Abgeordnete, die für die LINKE im Europaparlament, Bundes-, Land- und Kreistag sitzen – für eine Partei also, deren Beschlusslage deutlich ist: Wenn es danach geht, sagt die Europaabgeord...

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