Andreas Knudsen, Kopenhagen 28.06.2010 / Wirtschaft und Umwelt

Blutige Tradition

Waljagd auf den Faröer-Inseln zwischen Folklore und moderner Ablehnung

Das Treffen des Internationalen Walfangkomitees (IWC) in Marokko endete ohne Einigung. Damit bleibt also alles beim Alten: Japan jagt »für die Wissenschaft«, Norwegen ignoriert das Fangmoratorium und Kleinwale wie die Grindwale fallen zwar unter die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tieraten (CMS), doch Dänemark hat für die Färöer-Inseln und für Grönland Ausnahmen durchgesetzt.

Getötete Grindwale in einer Bucht der Faröer Inseln

Archäologische Funde zeigen, dass die Jagd auf Grindwale (die zu den Delphinen gehören) auf den nordatlantischen Färöer-Inseln seit über 1000 Jahren betrieben wird. Damals wie heute ändert der Ruf »Grindaboð!« (Walbote!) den Tagesverlauf einer Bygde, wie die kleinen Siedlungen genannt werden, radikal. Alle Männer hasten zum Strand zu den Booten, mit denen sie dann den Tieren den Fluchtweg abschneiden und auf den Strand zutreiben. Hauptsaison für die Jagd sind die Sommermonate, wenn die See verhältnismäßig ruhig ist und die Sonne praktisch nicht untergeht.

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