Solidargemeinschaft gegen staatliche Repression

Die Rote Hilfe unterstützt Opfer von Polizei und Justiz

  • Von Markus Bernhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer heutzutage an linken Demonstrationen oder Sitzblockaden teilnimmt, läuft schnell Gefahr, Opfer von polizeilichen Übergriffen und strafrechtlicher Verfolgung zu werden. Eine Organisation, die sich der Antirepressions- und Solidaritätsarbeit verschrieben hat, ist die Rote Hilfe e.V.

Werbewand in Dresden für die 1924 gegründete Rote Hilfe

Die linke Rechtshilfeorganisation kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Erste Rote-Hilfe-Gruppen wurden in Deutschland bereits 1921 ins Leben gerufen, jedoch gründete sich die Rote Hilfe flächendeckend erst 1924.

Wie heutzutage sahen auch die damaligen Aktivisten der Roten Hilfe ihre Aufgabe keineswegs darin, einzig humanitäre Aufgaben zu erfüllen. Vielmehr wurde die Rote Hilfe als »eine Solidaritätsorganisation der Werktätigen zur Behebung des Elends, das durch die deutsche Klassenjustiz hervorgerufen ist«, gegründet, wie es Wilhelm Pieck, erster Vorsitzender der Roten Hilfe, 1925 ausführte. Im Zuge der Machtübertragung an die Faschisten gelang es der Hilfsorganisation nicht, funktionierende Strukturen im Untergrund aufrechtzuerhalten. Die Organisation wurde zerschlagen.

1970 folgte eine Neugründung der Roten Hilfe durch die KPD/AO, die sich jedoch 1979 wieder auflöste. Parallel dazu hatte sich im Januar 1975 eine Rote Hilfe D...

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