Dutschke hat mir den Marxismus erklärt

Katja Ebstein über die 68er-Revolte und die feinen Unterschiede zwischen RTL und Arte

Einem breiten Publikum wurde Katja Ebstein in den 1970er Jahren als Schlagersängerin bekannt. Doch die heute 65-Jährige ist mehr – Schauspielerin, Kabarettisten, Chansonnette und sozial engagierte Künstlerin. Weil sie aber auch ein Kind der 1960er Jahre ist, moderiert sie ab morgen die neue Arte-Reihe »Summer of the Sixties«. Jan Freitag berichtete die Sängerin über ihr Jahrzehnt, Manipulation im Fernsehen und was sie von Rudi Dutschke gelernt hat.

ND: Frau Ebstein, Sie moderieren auf Arte die Themenreihe »Summer of the Sixties«. Welches Jahr der 1960er ist ihr wichtigstes?
Ebstein: Eigentlich jedes einzelne, weil man die ganze Zeit auf einem Pulverfass saß, kulturell, sozial, politisch. Künstlerisch ging's für mich aber erst später richtig los. 1972 zum Beispiel, als ich mit Paul Kuhns Big Band nach Moskau gefahren bin, da hab ich gemerkt, wie begeisterungsfähig die Russen sind. Im Westen dagegen wird mir vorm Klatschen zu viel überlegt, ob es das wert war.

Nimmt man Sie heute noch als Schlagersängerin wahr?
Nee. Und Schlager wurde mir ja auch schon 1980 zu langweilig. In den Sechzigern wollte ich eigentlich Bildhauerin werden und brauchte dafür Freiräume, die mich finanziell unabhängig machen. Da bot sich Musik an. Aber ich war nie die platte Schlager-Liesl. Wenn ich Kunst mache, mische ich immer politischen Ausdruck bei.

Sind Sie eine 68erin?
Zwangsläufig. Für eine Schülerin w...


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