Rückkehr ins Land der Täter

Salomon Jakobovits flüchtete 1938 vor den Nazis, jetzt kam er noch mal auf Einladung nach Berlin

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Jakobovits emigrierte 1938 nach den Novemberpogromen.

Als die Schulkinder die Klasse betraten, sagten sie nicht »guten Morgen«, sondern ließen Hacken zusammenklacken und riefen »Heil Hitler« – nicht etwa in die Richtung des Lehrers, sondern dem Bild des Diktators an der Wand zugewandt. Salomon Jakobovits’ Kindheitserinnerungen verblassen nicht, das verraten seine Emotionen, mit denen er die Jungen nachmacht und seine schwarzen Lederschuhe aneinander stößt. Die Schule steht noch immer am Fraenkelufer in Kreuzberg. Nach 72 Jahren kehrt er dorthin zurück. »Früher hieß die Straße Kottbusser Ufer«, erzählt Jakobovits, der im kanadischen Toronto lebt.

Er folgte einer Einladung Berlins. Die Hauptstadt bemüht sich um seine Emigranten und veranstaltet seit 1969 für die Vertriebenen ein eigenes Besucherprogramm. Diese versöhnende Geste nahmen bislang 35 000 ehemalige Berliner Bürger an. Mittlerweile sind es Rückkehrer, die wie der 78-jährige Salomon Jakobovits als Kind flohen. Es sind di...

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