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Ganz oben auf der Karriereleiter

Christian Wulff sieht sich nach 30 Jahren Politik gewappnet

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Tomorrow heißt ausnahmsweise einmal heute. An diesem Mittwoch könnte für Christian Wulff eine nunmehr 15 Jahre alte Prophezeiung Wirklichkeit werden. 1995 war es, als das Weltwirtschaftsforum in Davos ihn zu einem der »100 global Leader for tomorrow« gekürt hatte. Zwischen den Vorschusslorbeeren des Großkapitals und dem gewiss längst bereitstehenden Blumenstrauß in der Bundesversammlung lagen anstrengende Jahre für den CDU-Politiker aus Osnabrück. Eine quälend lange Zeit als Oppositionsführer, eine offensichtlich ihm auch lang und länger werdende siebenjährige Ministerpräsidentenperiode in Niedersachsen – die jetzt mit dem großen Sprung ins Berliner Schloss Bellevue getopt werden soll.

Dazwischen nicht nur die Tippel-Tappel-Tour auf der Partei-Karriere-Leiter und so peinliche Auftritte, wie bei der Begrüßung von Grand-Prix-Siegerin Lena Meyer-Landrut am Flughaften Hannover. Dazwischen gab es auch durchaus brenzlige Monate, da er im Rollkragenpullover die damalige CDU-Generalsekretärin und spätere Parteichefin wie Kanzlerin Angela Merkel nach der Kohlschen Schwarzgeldaffäre durch die Niederungen der enttäuschten westdeutschen Parteibasis geleitete. Damals zum Ende des einen und Beginn des neuen Jahrtausends hat er sich Merkel wohl auch ein Stück unentbehrlich gemacht. In ihrem Sinne das getan, was er am besten kann: Strippen ziehen. Später war das Verhältnis zwischen Merkel und dem Niedersachsen manchmal getrübt. Aber so bekannt er als einer der jungen Wilden seiner Partei und Mitglied des sogenannten Andenpaktes junger aufstrebender CDU-Politiker auch war, er wusste in seiner Kritik an der mächtigsten Frau der Republ...


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