S-Bahn wird zu Kasse gebeten

Senat setzt höhere Strafen für zu kurze, verspätete und unpünktliche Züge durch

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Kein schöner Zug: Viel Gedrängel gab's im vergangenen Jahr auf Bahnhöfen und in S-Bahnen.

Es war natürlich Zufall, dass gestern genau zum Ausbruch der S-Bahn-Krise vor einem Jahr Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) verkünden konnte, wie künftig mehr Druck auf die S-Bahn zur Einhaltung der vereinbarten Leistungen ausgeübt werden soll. Darüber verhandelt wurde immerhin rund neun Monate, bereits im Februar sollte ursprünglich ein Ergebnis vorliegen.

Die jetzt erreichten Regelungen in Ergänzung des S-Bahn-Vertrags von 2003 ermöglichen den Ländern Berlin und Brandenburg wesentlich schärfere Sanktionen, sollten die S-Bahnen unpünktlich, unsauber oder nicht mit der vereinbarten Wagenzahl fahren. Bisher hatte der Senat beispielsweise keinen Einfluss auf die Länge der Züge, so dass sich die Fahrgäste schon vor Ausbruch der S-Bahn-Krise häufig in S-Bahnen drängeln mussten, die mit nur sechs statt acht Wagen unterwegs waren. Jetzt werden die Zuglängen vorgegeben. Außerdem verpflichtet sich die S-Bahn, im morgendliche...

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