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Die Betriebsratswahlen (BR) 2010 fanden vom 1. März bis 31. Mai bundesweit statt. Sie wurden vor dem Hintergrund der größten Überproduktions- und Finanzmarktkrise durchgeführt, die unsere Republik bisher erlebt hat. Massive Auftragseinbrüche und damit eine Bedrohung von zigtausend Arbeitsplätzen gerade in den exportabhängigen Branchen sind noch nicht überwunden.

Die Wahlen waren ein Gradmesser, wie es den Gewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen gelungen ist, Mitglieder und Beschäftigte von ihrem Krisenmanagement zu überzeugen. Im Organisationsbereich der IG Metall waren wir erfolgreich. Die Mehrheit der Beschäftigten hat verstanden, dass ihre Arbeitsplätze durch die »Abwrackprämie« und die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes weitestgehend gesichert werden konnten. Beides Initiativen der IG Metall, die von der Bundesregierung dankbar aufgegriffen und umgesetzt wurden.

Die Ziele der IG Metall, wie Erhöhung des Organisationsgrades der BR-Mitglieder, höhere Wahlbeteiligung, besser Abbildung der Beschäftigtenstrukturen in der BR-Gremien usw., konnten überwiegend umgesetzt werden. Die Zahlen sprechen für sich: Es gibt aktuell Ergebnisse aus 7041 Betrieben (2006 haben 10 966 Betriebe gewählt). Die Anzahl der Beschäftigten beträgt hier 2,3 Millionen. Trotz vieler Auseinandersetzungen beispielsweise mit dem Christlichen Gewerkschaftsbund, der gelbe AUB oder gar alternativen Listen aus der IG Metall selbst, wurden in 6608 Betrieben (93,70 Prozent) Persönlichkeitswahlen durchgeführt. Es gibt also kaum Anzeichen für große Spaltungsbewegungen. Der Organisationsgrad in den Gremien konnte von 73,15 (2006) auf fast 78 Prozent gesteigert werden. Auch die Wahlbeteiligung konnte aktuell um einen Prozentpunkt auf gut 73 Prozent gesteigert werden. Das heißt, die Beschäftigten erkennen gerade in Krisenzeiten die Notwendigkeit einer Interessenvertretung. Defizite gibt es bei der Gewinnung von jüngeren Menschen für das Amt des Betriebsrats. Ein anderer Schwerpunkt ist die Erschließung von Betrieben ohne Betriebsrat. Schon in der regulären Wahlperiode konnte in über 750 Betrieben ein neuer Betriebsrat gewählt werden. Hier wird die IG Metall nachlegen.

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