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Sieger im Halbfinale

  • Von Martin Ling, Kapstadt
  • Lesedauer: 1 Min.

»Wer nicht singt, ist ein Engländer«, skandierten argentinische

Fans auf dem Flug von Johannesburg nach Kapstadt. Ich bin kein Engländer und habe trotzdem nicht mitgesungen. Soweit geht die Identifikation mit der Albiceleste dann doch nicht, auch wenn mich die Elf mit den schönen hellblau-weißen Trikots, oft getragen von langhaarigen, verwegenen Spielern, seit der WM 1978 fasziniert. Damals war es das Sturmduo Kempes und Luque, später Spieler wie Redondo, Batistuta und Caniggia, die mit wehenden Haaren und brillanter Technik Eindruck auf mich machten und die zuweilen knüppelharten Verteidiger in den Hintergrund rückten.

Wenn Argentinien heute auf Deutschland trifft, werde ich auf alle Fälle gewinnen. Bei einem deutschen Sieg winkt die journalistische Halbfinalteilnahme, bei einem argentinischen Sieg dürfte diese Chance gegen Null tendieren. Dafür bliebe meine traditionelle Lieblingsmannschaft im Turnier.

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Unser Autor (ND-Foto: Burkhard Lange) ist Experte für Afrika, Lateinamerika und Entwicklungspolitik. Auf den Sportseiten des ND schreibt er über spanischen und lateinamerikanischen Fußball.

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