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Krisenfall ist jeden Tag

US-Vizepräsident Biden auf Erkundungstour in Irak

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Offiziell um den US-amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit den Truppen in Irak zu feiern, ist US-Vizepräsident Biden am Wochenende in Bagdad eingetroffen. 77 000 US-Soldaten befinden sich noch im Zweistromland, bis Ende August sollen weitere 27 000 abrücken. 50 000 US-Soldaten sollen bleiben, um im Krisenfall den irakischen Truppen und der Polizei unter die Arme zu greifen.

Krisenfall ist in Irak jeden Tag, daran hat auch die Parlamentswahl vor vier Monaten nichts geändert. Neben einem völligen Versagen in Sachen Strom, Wasser, Wohnen und Arbeit sorgen Anschläge fast täglich für neue Tote. Am Sonntag kamen bei einem Attentat im Warteraum des Provinzgouverneurs von Ramadi mindestens vier Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Ebenfalls in Ramadi war wenige Tage zuvor der Imam der örtlichen Moschee ermordet worden, täglich kommen hochrangige Offiziere und einfache Polizisten bei Anschlägen und Explosionen ums Leben.

Moscheen beider muslimischer Hauptglaubensrichtungen wurden angegriffen, mindestens drei Mitglieder der Al-Irakiya-Liste von Ijad Allawi, die bei den Wahlen knapp den Sieger davontrug, wurden ermordet, Banken, der Goldmarkt und Juweliergeschäfte in Bagdad wurden überfallen.

Allein im Juni starben täglich in Irak zwischen vier und 49 Menschen eines gewaltsamen Todes (


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