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Eine unvergleichliche Chance für linke Politik

  • Von Gerhard Schick
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit Jürgen Trittins Vorschlag, Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten aufzustellen, ist Bewegung ins Land gekommen. Gaucks Kandidatur hat dem internen Streit einer bornierten Koalition nicht stammtisch-kompatibles Geschimpfe, sondern einen glaubwürdigen Appell an die Verantwortung politisch Handelnder entgegengesetzt. Insofern hat Gauck gewonnen – über den 30. Juni hinaus.

Denn ausgehend von seinem Diskurs über Freiheit und Verantwortung wurde immer mehr die Aneignung des Staates durch uns Bürgerinnen und Bürger zum Thema seiner Kandidatur. So hieß der Untertitel seines Vortrags im Berliner Theater »Wir in unserem Staat«. Interessanterweise ist kaum wahrgenommen worden, wie stark Gauck damit in Gegensatz zur bürgerlichen Koalition stand, die in der Rücknahme des Staates zugunsten der wirtschaftlichen Freiheit der (wohlhabenden) Bürger ihre Existenzberechtigung sieht. Stärker als manchem progressiven Politi...


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