Galerie Infantellina

Brüchiger Glanz

  • Von Kilian Klenze
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kunst ist ihre Freude, die sie gern mit anderen teilen möchte, sagt Charlotte Infantellina. Deshalb eröffnete die gebürtige Italienerin 2008 eine Galerie in bester Lage am Gendarmenmarkt. Leichtigkeit und Sozialengagement vereinigt die gegenwärtige Exposition. »Boys, Boys, Boys« zeigt 25 Werke aus Plastik, Malerei und Installation von sieben italienischen Künstlern und drei Gästen. Junge Kunst ihrer Heimat zu präsentieren, hat sich die Galeristin zur Aufgabe gemacht: Italien sei nicht nur das Land der großen Klassiker. Und Berlin schließlich die Stadt gelebter Toleranz. Nach »Girls, Girls, Girls« präsentieren im Mittelteil eines Zyklus nun männliche Künstler, Schwule wie Heteros, ihre Sicht auf die Welt und auch die eigenen Lebensbedingungen.

Bedrohlich düster fällt Agatino Racitis Gemälde »L.S.D. Last Supper Drama« nach Leonardos »Abendmahl« aus. Die Jünger, feist und gesichtslos, gestikulieren abgewandt vom Zentrum, in dem isoliert J...


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