Wohnen im Kussewitzer Futtersilo

Bei Rostock hat sich ein Ingenieur ein ungewöhnliches Haus eingerichtet

  • Von Joachim Mangler, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wenn Andreas Krüger aus dem Fenster sieht, blickt er weit übers Dorf. Er hat sich eingerichtet, wo früher Rübenschnitt gärte. Der Ingenieur lebt in einem Hochsilo.

Klein Kussewitz. Schon von Weitem ist der hoch aufragende gelbbraune Bau zu sehen. »Was ist denn das?«, fragen sich unwillkürlich Fremde, die Klein Kussewitz wenige Kilometer östlich von Rostock durchfahren. Denn das ungewöhnliche Wohnhaus war keineswegs als solches geplant: Das Gebäude war einmal ein Futtersilo.

»Früher war hier Rübenschnitt drin«, erzählt Hausherr Andreas Krüger. Oben, in 16 Metern Höhe, wurde der Rübenschnitt eingefüllt, es entstand die Silage, die später verfüttert wurde. Unten war auch ein Ablauf für die entstehende Flüssigkeit, die ins Freie geleitet wurde. »Das muss fürchterlich gestunken haben«, erzählt der 43-Jährige, der seit knapp neun Jahren mit seiner Frau und den drei Mädchen im Alter von zwölf bis vier Jahren dort lebt.

Unter Denkmalschutz

1928 wurde das Silo gebaut und nach Krügers Recherchen 1970 zum letzten Mal mit Rüben gefüllt. Danach stand das denkmalgeschützte Objekt ungenutzt herum und verfiel. N...


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