Retter auf mehr als 64 Beinen

Vor 20 Jahren war die Zukunft des Friedrichstadtpalastes bedroht

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Ohne Moos nichts los. Aussichtslos? Arbeitslos? Der Umbruch machte 1990 keinen Bogen um die wunderbare Welt des Friedrichstadtpalastes in Berlin-Mitte. Unruhe herrschte wie überall. Die Mitarbeiter gingen in die Theaterferien. Sie konnten nun sonst wohin reisen, wussten aber nicht, was danach sein wird. Die nächste Revue war in Gefahr. 27 Millionen Mark Subventionen vom Land Berlin für die kommende Spielzeit waren weggeblieben, hieß es im ND vom 9. Juli 1990. Außerdem schwelte das Gerücht, es gebe Interesse an der Immobilie. Doch wer wollte Revuen? Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Noch Jahre später war nicht klar, ob der Friedrichstadtpalast mit seinem Ensemble zu retten ist.

»Kiek ma an« – Ende September war dann Premiere der neuen Revue. Das Ensemble war noch mal davongekommen. Aber leicht wurde es ihm nicht gemacht. Unter dem Titel »Endzeit der Marionetten« urteilte der »Spiegel« die Künstler als »volkseigene Entkle...


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