Billigbohne auf dem Vormarsch

Mexiko unterstützt den Anbau einer preiswerten Kaffeesorte / Bauern und Experten skeptisch

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Arabica heißt die bei Gourmets heiß begehrte Hochlandkaffeesorte. Auf die weitaus billigere Robusta-Bohne setzt hingegen Mexikos Regierung, um die Kaffeeproduktion auszuweiten. Bei den Herstellern von Instantkaffee wie Nestlé oder dem mexikanischen Konkurrenten Sabormex stößt die Initiative auf Beifall – bei den Produzenten weniger.

»Café Pluma« heißt der Kaffeestolz der Bewohner der mexikanischen Stadt Oaxaca. Rund um um die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats wird feiner Arabica Kaffee in Gourmetqualität angebaut. »Tres Oros« heißt der Gourmet-Espresso einer der lokalen Röstereien, »Pluma Coixtepec« ein Bioespresso. Der Gastronom Luis Ugartechea ist ein Fan der Kaffeequalität aus seinem Heimatort. Er betreibt ein edles Grillrestaurant im Mittelpunkt der Stadt, dem Zócalo, und geht öfter ein Stockwerk tiefer einen Espresso trinken. Auf die Qualität der Kaffees aus dem Bundesstaat schwört er, denn Oaxaca gehört genauso wie das benachbarte Chiapas zu den traditionellen Kaffeeregionen. Hier wird seit Jahrhunderten in Höhenlagen über achthundert Meter Arabica angebaut.

Doch auch in Oaxaca ist die Robusta-Bohne auf dem Vormarsch. Seit kurzem mit staatlicher Unterstützung, denn die Zentralregierung in Mexiko-Stadt hat ein Förderprogramm für die billigere und auch ...


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