Dissidenten hat es nicht gegeben

Die Memoiren der Primaballerina Maija Plissezkaja und ihres Mannes, des Komponisten Rodion Shchedrin

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

An einer Stelle ihres Buches sagt die große Plissezkaja: »Die Ballettwelt ist klein, geschwätzig, neidisch.« So ganz wörtlich meint sie das nicht. Aber skizziert die Plissezkaja Anderes, Gegenteiliges? Geht sie gegen derlei Allüren an, und wenn, wie? Der Untertitel ihres Büchleins lautet: »Zornige Aufzeichnungen einer Primaballerina Assoluta«. Indes: So zornig ist das Buch, das ihr Leben ab 1994 zeichnet, gar nicht. Eher getragen vom Geist des absoluten Erfolgs. Von diesen Gipfeln herab blickt die Ballerina, das Buch: eine einzige Erfolgsstory. Gewürzt freilich mit den Unannehmlichkeiten, welche die Wege des Erfolgs unausweichlich kreuzen.

Plissezkaja erzählt von den Größen des Balletts, von Bejart, ihren Schützlingen bei Wettbewerben. Von ihren großen Jubiläen und den sie stützenden Sponsoren. Von dem Zwirn, den sie trug, als sie den oder jenen Orden bekam. Sie erzählt vom Champagner, den sie mit Königen und Prinzessinnen getrunken ha...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.