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Ostdeutsche Wirtschaft hat aufgeholt

Betriebe erreichen aber erst gut 70 Prozent des Produktivitätsniveaus des Westens

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Nürnberg (dpa/ND). 20 Jahre nach der Wiedervereinigung hat die ostdeutsche Wirtschaft zwar spürbar aufgeholt, doch noch immer gibt es einer Studie zufolge strukturelle Schwächen. Die Wirtschaft im Osten sei vielfach international konkurrenzfähig, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am Dienstag in Nürnberg mit. Allerdings gebe es nach wie vor einen deutlichen Rückstand in der Wirtschaftsleistung und Produktivität, und viele Regionen hätten eine höhere Arbeitslosigkeit als im Westen. Zudem seien die neuen Bundesländer noch immer von Transferzahlungen abhängig.

1990 erreichten die ostdeutschen Betriebe rund 30 Prozent des westdeutschen Produktivitätsniveaus. Inzwischen liege die Produktivität im Osten bei mehr als 70 Prozent. Viele Unternehmen hielten einem Vergleich bereits absolut stand, hieß es in der Studie, für die 16 000 Unternehmen befragt worden waren. Doch noch immer gebe es strukturelle Nachteile. So habe Ostdeutschland nur einen relativ kleinen Industriesektor und wenige wirtschaftlich erfolgreiche Großunternehmen. Auch mangele es an wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen sowie an Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Wirtschaft. Positiv bewerteten die Arbeitsmarktforscher, dass während des Aufschwungs in den Jahren 2006 bis 2008 der kontinuierliche Rückgang der Erwerbstätigkeit erstmals gestoppt und in einen Zuwachs verwandelt werden konnte. Zudem sank die Beschäftigung selbst im Krisenjahr 2009 nicht, weil die ostdeutsche Wirtschaft wesentlich weniger auf den Export angewiesen sei.

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Das Blättchen Heft 08/18