Großspektakel in der masurischen Heide

Grunwald-Gedenken gemäß »Bedürfnissen der Zeit«

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf den 15 Juli fällt der 600. Jahrestag einer der größten Schlachten des Hochmittelalters in der Heidelandschaft Nordmasurens. Das vereinigte polnisch-litauische Heer schlug damals vernichtend die zuvor unbesiegbar geglaubte Streitmacht des Deutschen Ordens. In Polen spricht man von der Grunwald-Schlacht, in Deutschland von der Schlacht bei Tannenberg.

Was mag dieser Jahrestag heutzutage politisch bedeuten? Die Wochenschrift »Polityka« veröffentlichte dazu ein Sonderheft »1410 Grunwald«. Professor Henryk Samsonowicz und andere angesehene Autoren der polnischen Historikerzunft zeichnen darin ein Panorama der damalige Epoche und versuchen darzustellen, dass das Gedenken an geschichtliche Ereignisse »keine unveränderliche Konstruktion« ist, sondern »einvernehmlich mit den Bedürfnissen der Zeit einer Umgestaltung unterliegt«.

Ebenfalls in »Polityka« schrieb Marek Henzler, der Deutsche Orden habe nicht nur Eroberungskriege geführt. Dem Ordensstaat sei auch eine wichtige zivilisatorische Rolle zuzuschreiben. Neben 120 Burgen und Schlössern wurden viele Städte nach westlichem Siedlungsrecht gegründet, betonte Henzler und lud anlässlich des Jubiläums zu deren Besichtigung in Polen und Litauen ein.

Das ist ein neuer Ton in Sachen Grunwald, der sich allerdings schon seit einiger Zeit angedeutet ...

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