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Die anderen Kriegsopfer

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 1 Min.

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Seit dem Vietnam-Krieg ist es eine häufig diagnostizierte Krankheit bei Soldaten: Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS. 17 Prozent der US-amerikanischen Soldaten, die aus Irak zurückkehren, leiden an dem Symptom. Und auch in Deutschland steigt die Zahl derjenigen, die kriegsbedingt psychisch erkranken. 440 Bundeswehrsoldaten waren es nach einem Pressebericht im ersten Halbjahr 2010, darunter 316 mit PTBS-Diagnose. Der Kampf um Rohstoffe und Absatzmärkte hinterlässt auch an der Heimatfront seine Opfer.

Der Anstieg der Zahl psychisch kranker Bundeswehrsoldaten ist mit der Intensivierung des Krieges am Hindukusch zu erklären. Der Widerstand, den die Afghanen den Besatzern entgegenbringen, hat ständig zugenommen: Je mehr Soldaten nach Zentralasien abkommandiert werden, desto aussichtsloser wird die Lage vor Ort. Mehr Verwundete und Tote sind die Folge. Nicht allen Soldaten gelingt es, die Grausamkeit des Krieges wieder aus dem Kopf zu kriegen. Auf solche Fälle ist die Bundeswehr nicht vorbereitet. Sie hat weder genügend Einrichtungen noch Fachleute, PTBS angemessen zu therapieren. Die Politik steht in der Verantwortung, psychisch kranken Soldaten zu helfen. Dass zukünftig aber kein Soldat mehr solche Hilfe in Anspruch nehmen muss, darauf käme es vor allem an.

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