Marcus Meier 15.07.2010 / Politik

Keine Blumen von Rüttgers

Hannelore Krafts Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit »allen anderen Parteien« könnte sich als trügerisch erweisen

Mit einfacher Mehrheit wurde sie gestern zur Regierungschefin gewählt, mit einfacher Mehrheit kann sie notfalls auch regieren: Hannelore Kraft versteht ihre rot-grüne Minderheitsregierung als »Koalition der Einladung«. Der Weg dorthin war lang und steinig – und könnte in baldigen Neuwahlen münden.

Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg konnte den Satz nicht zu Ende bringen: »Von den gültigen Stimmen stimmten mit Ja: 90...« – schon wurde er von spontanem Beifall unterbrochen, der allerdings nicht ihm selbst galt. Vielmehr war nun klar: Das rot-grüne Lager hatte geschlossen für Hannelore Kraft gestimmt. Die Sozialdemokratin wird Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens. Im zweiten Wahlgang reichte der 49-Jährigen verfassungsgemäß die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Geputzt war der Fisch um 13.10 Uhr. Als einer der Ersten gratulierte Krafts Amtsvorgänger. Jürgen Rüttgers beließ es beim einfachen Händedruck – den eigentlich obligatorischen Blumenstrauß hatte der Christdemokrat vergessen.

Ansonsten war der gestrige Tag arm an Überraschungen. Im zweiten Wahlgang stimmten 80 Parlamentarier mit »Nein«, wahrscheinlich die von CDU und FDP. Die elf Mitglieder der LINKEN-Fraktion hatten beschlossen, sich der Stimme zu enthalten, um...

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