Daniel Schnettler, dpa 17.07.2010 / Wirtschaft und Umwelt

Die neue Gefahr an den Börsen

Computergestützter Handel an den Finanzmärkten birgt Risiken

Ohne elektronische Handelssysteme wäre die moderne Börsenwelt kaum mehr vorstellbar, zu komplex sind die globalen Transaktionen. Doch die Computer führen zuweilen ein Eigenleben. Börsencrashs aus dem Nichts könnten zur Normalität werden.

Panik an der Wall Street: Ohne ersichtlichen Grund rauschte die Aktie der Citigroup Ende Juni in die Tiefe. Erst bei einem Minus von 17 Prozent war Schluss mit dem freien Fall. Dann griff eine »Notbremse«, die die Börsenaufsicht SEC kürzlich eingebaut hatte. Der Handel mit Titeln der US-Großbank wurde für fünf Minuten ausgesetzt, die Lage beruhigte sich.

Die Börsenwächter machen einen einzelnen, ungewöhnlichen Verkaufsauftrag für den Minicrash verantwortlich. Ein Anleger hatte ein Aktienpaket deutlich zu billig auf den Markt geworfen. Die Computer sahen dies als Kurssturz an, ein automatischer Verkaufsauftrag löste den nächsten aus. Ein klassischer Dominoeffekt.

Erinnerungen an den 6. Mai werden wach: Damals war der bekannteste Börsenindex der Welt, der Dow Jones, um satte zehn Prozent gefallen. Auch hier waren es Computer, die außer Kontrolle geraten waren. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Händler die Lage in den Griff bekam...

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