Noch weniger Elterngeld für Geringverdiener?

Bundesfamilienministerium plant offenbar massive Einschnitte beim Kinderzuschuss für Menschen mit niedrigen Einkommen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die am Freitag bekannt gewordenen Sparpläne aus dem Bundesfamilienministerium haben es in sich: Geringverdienern soll das Elterngeld demnach um bis zu 268 Euro gekürzt werden. Hoch bezahlte Arbeitnehmer müssen sich hingegen keine Sorgen machen. Sie erhalten auch weiterhin den Höchstsatz ohne Abstriche.

Das sogenannte Elterngeld galt als Lieblingsprojekt der vormaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Spötter nannten den von ihr im Jahre 2007 eingeführten Zuschuss auch »Fortpflanzungsprämie«. Demnach erhalten Mütter oder Väter, die sich vorübergehend der Kindererziehung widmen, 67 Prozent des letzten Nettolohnes. Allerdings nur bis zu einer Höchstgrenze von 1800 Euro und das auch nur für maximal 14 Monate. Das Elterngeld löste damals das Erziehungsgeld ab und sollte vor allem fortpflanzungsscheue Akademiker dazu animieren, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Der gebärfreudigen Unterschicht wollte man hingegen Grenzen setzen: Hartz-IV-Bezieher, Geringverdiener und Alleinerziehende müssen seitdem mit einem schmalen Sockelbetrag von monatlich 300 Euro auskommen. Doch selbst dieses Almosen will ihnen die neue Familienministerin Kristina Schröder (CDU) nun streitig machen.

Bereits im Juni hatte sich das Bundeskabinett dara...

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