Kulturrassisten unter Polizeischutz

Gegendemonstranten gelang es, den Bundesparteitag von Pro Deutschland stark zu behindern

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Vor dem Schöneberger Rathaus versperrten Demonstranten den Zugang zum Hauptportal.

Sonnabend, kurz vor 12 Uhr mittags vor dem Schöneberger Rathaus. Nachdem es aufgehört hat zu regnen, nimmt der allwöchentliche Flohmarkt an Fahrt auf. Gleichzeitig wird eifrig an der Bühne für die Protestkundgebung gewerkelt. Die ersten Demonstranten sind auch schon da: Eine bunte Mischung aus Gewerkschaftern, Mitgliedern von Parteien wie SPD, LINKE und Grünen sowie Antifa-Mitgliedern und Vertretern der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA).

Im Rathaus wird fleißig geheiratet, ein Teppich von Rosenblättern vor dem Standesamt zeugt davon. Einige Schritte weiter, in einem Café, sitzt ein gutes Dutzend meist älterer Herrschaften nebst zwei Damen und versucht, locker zu plaudern. Der Blick der Runde fällt auf eine Boulevard-Zeitung, die vermeldet, dass sich am Vortag jeder sechste Beamte eines Berliner Finanzamtes hitzefrei genommen habe. »Na hoffentlich passiert das nicht heute auch«, wird et...


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