Bürger oder kein Bürger?

In der Slowakei trat ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft

  • Von Jindra Kolar, Prag
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der Slowakei trat am Sonnabend ein neue Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft. Dessen Hauptaussage: Wer die Bürgerschaft eines anderen Staates annimmt, kann nicht weiter slowakischer Staatsbürger bleiben.

Das neue Gesetz über die Staatsangehörigkeit war Ende Mai – noch vor den jüngsten Parlamentswahlen – verabschiedet worden. Bratislava reagierte damit auf eine Verordnung der neuen konservativen Regierung Ungarns, die beschlossen hatte, dass auch im Ausland lebende Personen ungarischer Nationalität die ungarische Staatsbürgerschaft annehmen können. Die nationalistische Budapester Regierung unter Victor Orban verfolgt damit zwei Interessen: Einerseits dehnt sie stillschweigend ihren Einfluss auf die ungarisch besiedelten slowakischen, rumänischen, serbischen und ukrainischen Gebiete aus, womit sie andererseits potenzielle Wähler unter den Auslandsungarn umwirbt, die mit der Annahme der Staatsbürgerschaft auch das Recht zur Teilnahme an künftigen Urnengängen hätten.

Die Beziehungen zwischen Bratislava und Budapest sind seit längerem gespannt. Nicht zuletzt die Aktivitäten slowakischer Nationalisten hatten die Gegensätze verschä...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 483 Wörter (3542 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.