Viel heiße Luft nicht nur in ICE-Zügen

Trotz allerlei Kollateralschäden hat sich an der Ausrichtung der Bahn auf die Börse nichts geändert

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Etliche Erwartungen waren im Vorfeld mit dem »Bahngipfel« verknüpft, bei dem am Donnerstag DB-Chef Rüdiger Grube und der Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes, Gerald Hörster, dem Bundesverkehrsminister und Abgeordneten des Verkehrsausschusses Rede und Antwort standen.

Immerhin: Um Dampf aus dem Kessel zu lassen, hatte Bahnchef Grube verkünden lassen, dass die DB den Hitzeopfern aus den ICE-Zügen auch ohne ärztliches Attest 500 Euro Schmerzensgeld überweisen werde. Doch unterm Strich legen die Äußerungen von Teilnehmern nahe, dass bei der Sitzung in Berlin trotz strengen Blickes von Verkehrsminister Peter Ramsauer wenig Neues herausgekommen ist.

Grube, der den Bahnkonzern weiter auf Fähigkeit zur internationalen Vorherrschaft trimmen möchte und dazu von der Politik den milliardenschweren Aufkauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva genehmigen ließ, ist mit einer Problemlösung offenbar überfordert. So stellt sich, während eine Gewitterfront für Abkühlung im Lande sorgt und die ICE-Klimaanlagen etwas schont, die bange Frage, was nach den Technikpannen mit ICE-Achsen, Berliner S-Bahn-Rädern, Winterkälte und Sommerhitze als nächster Schwachpunkt im Gefüge der Bahn Schlagzeilen machen wird.

Wenig Hoffnung...

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