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Die Ungleichheit bleibt

Lateinamerika kämpft mit besonders großer sozialer Schere

  • Von Benjamin Beutler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Lateinamerika sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich besonders groß, die sozialen Chancen für Frauen, Indigenes und die Landbevölkerung besonders schlecht. Das zeigt eine ernüchternde Studie der UNO.

Lateinamerika ist die Region mit der weltweit größten Ungleichheit. Das ist das Urteil des Jahresberichts 2010 des »Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen« (UNDP) für den Karibikraum und Lateinamerika, der am Freitag in Costa Ricas Hauptstadt San José vorgestellt wurde. Neben dem Grad menschlicher Entwicklung (Einkommen, Gesundheit, Bildung, Gender, Mitbestimmung) legt die Studie »Handeln für die Zukunft: Gegen die Weitergabe von Ungleichheit zwischen den Generationen« den Schwerpunkt auf die große Wunde Lateinamerikas: Die auseinanderklaffende Verteilung von Ressourcen, die Schere zwischen Arm und Reich.

Die Resultate sind ernüchternd: Von weltweit fünfzehn Nationen mit Rekordungleichheit finden sich zehn in Lateinamerika und der Karibik. Nach dem gängigen Maß für Ungleichheit, dem Gini-Index, hat sich in der Region wenig getan. Hohe Einkommensungleichheit zeigt sich als unüberwindbares Erbe der Kolonialzeit – nationaler Un...


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