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Ferrari verdirbt Vettels Heimspiel

Aufregung um angebliche Teamorder

Das Ferrari-Duo hat Sebastian Vettels ersten Triumph beim Heimspiel verhindert und mit einer vermeintlichen Teamorder für den großen Aufreger gesorgt. Fernando Alonso holte sich nach einem dubiosen Überholmanöver gegen Teamkollege Felipe Massa am Sonntag den Sieg beim Großen Preis von Deutschland. Hinter Massa wurde der von der Pole Position gestartete Vettel Dritter in Hockenheim und verpasste damit die Chance, im Formel-1-Titelrennen entscheidend Boden gut zu machen. »Wir konnten da nicht mithalten. Wir haben das Maximum erreicht«, bekannte der Red-Bull-Pilot, der mit einem schlechten Start schon alle Siegchancen eingebüßt hatte.

Sein Teamchef Christian Horner aber war sauer auf Ferrari. »Das ist schon eine Schande. Sie haben dem einen den Sieg weggenommen und dem anderen gegeben«, schimpfte der Brite, nachdem der lange führende Massa Teamgefährte Alonso nach einem Funkspruch von der Box widerstandslos vorbeiziehen lassen hatte. Massa hatte zwar 49 der 67 Runden das Rennen angeführt. Dann aber griff die Box ein, Massa musste seinen Kollegen passieren lassen. »Tut mir leid, Junge«, funkte Renningenieur Rob Smedley an Massa. Laut Regelwerk des Internationalen Automobilverbands FIA aber ist eine Teamorder verboten. »Das war keine Teamorder«, beteuerte Teamchef Stefano Domenicali.

Frustriert war auch Mercedes nach einem ernüchternden Heim-Comeback. Beide Silberpfeile wurden überrundet. Nico Rosberg fuhr als Achter über die Ziellinie. Michael Schumacher ergatterte als Neunter gerade noch zwei WM-Punkte. Der Rekord- Weltmeister wies dem schwächelnden Auto die Schuld zu. »Es wird für jeden ersichtlich sein, dass das Problem nicht zwischen Lenkrad und Tank liegt«, urteilte der 41-Jährige. »Bald werden wir besser aussehen«, versprach Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Die Gesamtwertung führt weiterhin McLaren-Pilot Lewis Hamilton mit 157 Zählern an, es folgt sein britischer Teamgefährte Jenson Button (143). Punktgleich mit seinem Stallrivalen Mark Webber bleibt Vettel mit 136 Zählern Vierter. dpa/ND

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