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Markt des Südens macht Fortschritte

Mercosur-Staaten schlossen Zollvereinbarung

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San Juan (dpa/ND). Die Staats- und Regierungschefs des südamerikanischen Wirtschaftsverbundes Mercosur (Markt des Südens) haben bei ihrem 39. Gipfeltreffen in der argentinischen Provinzhauptstadt San Juan Fortschritte bei der Integration gemacht. Nach sechsjährigen Verhandlungen einigten sich die Vertreter der Mitgliedsstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay am Dienstag erstmals auf einen gemeinsamen Außenzoll. Damit entfällt die bisherige Praxis, dass für den grenzüberschreitenden Transport von Waren aus Drittländern innerhalb des Mercosur zweimal Zölle zu entrichten waren. Die Einigung hatte lange auf sich warten lassen, weil vor allem der Mechanismus zur Verteilung der Zolleinnahmen auf die Mitgliedsländer umstritten war.

Für die nächsten sechs Monate übernahm Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva die Präsidentschaft des Mercosur von der argentinischen Gipfelgastgeberin Cristina Kirchner.

Der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro bat während des Treffens den paraguayischen Senat, die Aufnahme seines Landes in den Mercosur nicht länger zu blockieren. Die von der konservativen Opposition dominierte Kammer in Asunción ist das letzte Hindernis auf dem Weg Venezuelas zur Vollmitgliedschaft in dem Wirtschaftsverbund. Nachbar Kolumbien – derzeit im Streit mit Venezuela – ist assoziiertes Mitglied. Kommentar Seite 4

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