Peter Strutynski 06.08.2010 / Politik

Atomwaffen sind größte Bedrohung

Verhandlungen über globale Abrüstung nötig

Es dauerte nur wenige Wochen vom ersten Atomtest im US-Bundesstaat New Mexico und bis zum ersten Praxistest in Hiroshima. Am 16. Juli 1945 war die im Manhattan-Projekt entwickelte Atombombe auf dem Testgelände bei Alamogoro gezündet worden. Die Explosion konnte nichts Definitives über die tödliche Wirkung aussagen. 20 Tage später detonierte eine Bombe mit dem niedlichen Namen »Little Boy« in Hiroshima, drei Tage später eine weitere namens »Fat Man« über Nagasaki.

Japan war zu dieser Zeit faktisch militärisch besiegt. Doch die USA fürchteten, die Sowjetunion könnte Einfluss auf die Nachkriegsordnung Japans beanspruchen. Der Atombombeneinsatz sollte die japanische Kapitulation beschleunigen und einen sowjetischen Kriegseinsatz verhindern. Zugleich sollten die Bomben der Sowjetunion als Mahnung gereichen: Seht her, wir verfügen über die tödlichste Waffe seit Menschengedenken und sind bereit sie einzusetzen!

Die UdSSR zog bald nach: 1949 m...

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