Die Ignoranz der Macht 1989/90

Neues »JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung«

  • Von Rainer Holze
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Schwerpunkt des neuen »JahrBuchs für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung« bilden Aufsätze, die – sich deutlich vom Mainstream abhebend – eine differenzierte Bewertung der umwälzenden Ereignisse vor 20 Jahren bieten. Den Reigen eröffnet Ulrich Busch (Berlin) mit der Währungsunion am 1. Juli 1990, die er eine »wirtschaftspolitische Fehlleistung« mit gravierenden Folgen nennt. In keinem anderen ehemals sozialistischen Land sei so viel an wirtschaftlicher Substanz zerstört worden wie in der DDR. Die unmittelbaren Folgen der Währungsunion waren Entwertung der Unternehmen und Verlust eines Drittels der Arbeitsplätze in Ostdeutschland; die langfristigen, noch wirksamen zeigen sich in der beträchtlichen Differenz der Wirtschaftsleistung und der Lebensqualität in den alten und neuen Bundesländern.

Volkmar Schöneburg (Potsdam) erinnert an das Schicksal des Verfassungsentwurfes des Runden Tisches der DDR. Volker Braun habe...


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