PLATTENBAU

  • Von Michael Saager
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

A memory is better than no-thing/ A memory is better than anything« (Eine Erinnerung ist besser als nichts/ Eine Erinnerung ist besser als irgendwas). Daniel Treacy, der Mann mit der überirdisch weggetretenen, unendlich einsamen und äußerst zaghaften Stimme, hat natürlich recht. Schon deshalb, weil ein Nichts, undenkbar wie es ist, keine Alternative wäre. Treacy also, den alle Welt »Dan« zu nennen scheint, wodurch sich die ohnehin knappe Distanz zum Sänger der Television Personalities noch einmal verkürzt. Pop, die alte Identifikationsmaschine, macht's möglich. Nennen wir den Mann ruhig beim Nachnamen.

Der Erzähler Treacy ist der Liebeskummerexperte, ein lakonischer Meister fortwährenden Sich-Entliebens: »There's no beautiful way to say goodbye« (Es gibt keinen schönen Weg, Lebewohl zu sagen). In solchen Gedanken kann und will sich jeder spiegeln. Den subtilen Pop-Chronisten-Humor Treacys deshalb zu unterschlagen, wäre allerdings unfai...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.