Karstadt droht neue Fristverlängerung

Highstreet fehlen Gläubiger-Unterschriften für Vertrag mit verbesserten Mietbedingungen

  • Von Ina Beyer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine weitere Runde Unsicherheit um den Verkauf der Kaufhaus-Kette deutet sich an. Investor Berggruen fehlen noch die unterschriebenen Verträge der Gläubiger des Highstreet-Konsortium, die ihm verbesserte Mietkonditionen zusichern. Am kommenden Dienstag soll das Essener Amtsgericht aber schon über einen Insolvenzplan für Karstadt entscheiden. Der Karstadt-Gläubiger-Ausschuss hat vorsichtshalber schon den Weg für eine Fristverlängerung frei gemacht.

Bis der Kaufvertrag zwischen Karstadt und dem deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen endlich in Kraft tritt, könnte nun wieder einige Zeit ins Land gehen. Dabei fehlen im Grunde derzeit nur noch ein paar Unterschriften, scheint es. Berggruen hatte sich mit dem Vermieter-Konsortium Highstreet darauf geeinigt, dass letzteres ihm bei den Mietbedingungen stärker als zunächst beabsichtigt entgegenkommt. Nun müssen dafür aber noch Dutzende der Highstreet-Gläubiger, die dem Konsortium für den Kauf der 120 Karstadt-Warenhäuser viel Geld geliehen haben, den neuen Vertrag unterschreiben. Am Sonntagabend, 24 Uhr, läuft die Frist aus, das neue Vertragswerk abzuliefern. Voraussichtlich wird High-street das nicht schaffen.

Die Karstadt-Gläubiger haben daher am Donnerstag bereits einen sogenannten Vorratsbeschluss getroffen. Dieser würde dann am kommenden Dienstag zum Einsatz kommen. Dann nämlich soll das Essener Amtsgericht über die Annahm...


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