Zweimal Karlsruhe und zurück

Die Alteigentümer von Bodenreformland stehen seit 20 Jahren auf verlorenem Posten. Aber aufgeben wollen sie noch immer nicht

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Was die meisten europäischen Staaten am Übergang zur Neuzeit erlebten, geschah in Deutschland erst 1945: die große Bodenreform mit der Enteignung der alten Feudalherrenschicht. Seit zwei Jahrzehnten wird auf allen Kanälen darüber gestritten.

Die Erben der Bodenreform-Bauern zog es seit der Wende immer wieder auf die Straße. Ostdeutsche Bundesländer wie Brandenburg versuchten, sich deren Grundstücke anzueignen.

Selten hat ein Brief so viel Aufregung verursacht wie das dünne Schreiben, das im Juli 1994 in Oxford einging. Absender: Michail Gorbatschow. Der Empfänger war Norman Stone, zu dieser Zeit Professor der englischen Eliteuniversität. Und der Inhalt war allemal brisant genug für ein Verfahren vor dem höchsten aller deutschen Gerichte.

Stone hatte Gorbatschow, den er aus seiner turbulenten Zeit als Berater von Margret Thatcher von 1987 bis 1990 kannte, über die Entstehung des Einigungsvertrages interviewt – und sich zumindest eine Antwort schriftlich geben lassen. »Könnten Sie uns bitte sagen, ob es stimmt, dass die UdSSR im Laufe der Verhandlungen (...) als eine unerlässliche Bedingung ein Verbot der Restitutionen gefordert hat?« Gorbatschows Antwort: »Nein, das stimmt nicht.«

Letztlich aufgrund dieses einen Satzes befasste sich das Bundesverfassungsgericht 1996 erneut mit einem Thema, über das es schon 1991 entschieden hatte. Eine ...

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