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»Wir sind Franzosen, leben aber anders«

Sprecher des »fahrenden Volkes« über geplante Repressionen gegen Roma in Frankreich

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat härtere Repressionen gegen Roma angekündigt. Lager sollen geräumt, »kriminelle Ausländer« abgeschoben und Steuerfahnder auf das fahrende Volk angesetzt werden. Laurent El Ghozi ist Sprecher der Organisation FNASAT – Gens du voyage. FNASAT vertritt in Frankreich Menschen, die ein nomadisches Leben führen. Im Gespräch mit Susanne Götze erklärt er, wie man im Elysée-Palast versucht, im rechten Lager zu fischen, um das Image der Regierung aufzubessern.

ND: Präsident Sarkozy plant eine Reihe von Repressionen gegen die Roma in Frankreich. Wie hat Ihre Gemeinschaft reagiert?
El Ghozi: Die Polizei hat einen jungen Mann getötet, der zu uns gehörte. Die genauen Umstände sind immer noch unklar, es steht Aussage gegen Aussage. Die Polizei hat ihn während einer Kontrolle erschossen. Danach wurden eine Bäckerei demoliert und einige Autos angezündet. Doch das ist nicht der Grund, warum nun die ganze Gemeinschaft der »gens du voyage« belangt wird. Der französische Präsident hat derzeit ein großes Imageproblem mit der Parteispendenaffäre um die L'Oréal-Erbin Bettencourt. Nun will er gegen uns Maßnahmen einleiten, da es von uns zu viele gebe und wir angeblich alle straffällig seien.

Was kommt auf Sie zu?
Innenminister Brice Hortefeux hat angekündigt, in den nächsten drei Monaten rund die Hälfte der etwa 300 illegalen Lager zu zerstören. Wir wissen nicht welche, wir wissen nicht, ob damit die Elend...


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