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Kritische Analyse der Marxisten Indiens

KPI(M) zu »gewissen Mängeln« in der Partei

  • Von Hilmar König
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf einem »kleinen Parteitag«, einer erweiterten ZK-Tagung, hat sich die KP Indiens (Marxistisch) in den vergangenen Tagen kritisch sowohl mit Mängeln der eigenen Politik als auch mit der sozialökonomischen Lage im Land befasst. Das Meeting diente der Überprüfung der auf dem 19. Parteitag 2008 beschlossenen politischen Strategie.

Wahltag in Kolkata (Kalkutta), der Hauptstadt von Westbengalen – da prangte die Parteiflagge der KPI(M) noch stolz hoch oben.

Generalsekretär Prakash Karat bekräftigte in seiner Analyse, die indische Linke sei die wirkliche Alternative zum neoliberalen Kurs der gegenwärtigen Regierung der Vereinten Progressiven Allianz (VPA). Doch wie die bescheidenen Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen und die enormen Rückschläge bei jüngsten Kommunalwahlen in der roten Hochburg Westbengalen zeigen, zieht diese Alternative gegenwärtig nicht. Sie hat spürbar an Anziehungskraft eingebüßt.

Als Gründe dafür nannte Karat die gewachsene Kluft zwischen Bevölkerung und Partei, Verärgerung und Enttäuschung der Minderheiten, Nichtdurchsetzen der angestrebten volksfreundlichen Maßnahmen sowie »gewisse Mängel« der Parteiführung. Zudem habe sich die Linksfront in Westbengalen und besonders die KPI(M) brutaler Attacken seitens der oppositionellen Partei Trinamool Congress sowie maoistischer Banden zu erwehren. Ihnen seien in anderthalb Jahren 225 Parteimitglieder zum Opfer gefallen. De...


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