Mit Talar und Megafon

Friedenstifter und AKW-Gegner – Pfarrer Christian Arndt hat sich stets politisch eingemischt

  • Von Susann Witt-Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Protestantismus bedeutet für Hamburgs bekanntesten Pastor nicht zuletzt Protest gegen jede Komplizenschaft der Kirche mit den Mächtigen. Der Schwur »Nie wieder Krieg von deutschem Boden!« sei durch die Agenda »Nie wieder Krieg ohne uns!« ersetzt worden, beschreibt Christian Arndt deren gegenwärtige Politik.

Im »Hamburger Kessel« wurden 1986 rund 800 Kernkraftgegner von Polizisten umstellt. Christian Arndt (u.) war mittendrin.

Die Kadavertreue der evangelisch-lutherischen Kirche zu einer Regierung, die »Menschen- und Völkerrechte bricht« und »auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt«, macht den Antimilitaristen wütend. »Statt auf der Seite der Elenden und Verachteten dieser Welt zu stehen, ergreifen Sie die Partei derer, die als Kriegsverbrecher anzuklagen sind. Das ist für mich Missbrauch des christlichen Glaubens!«, hatte er den Bischöfen in seiner diesjährigen Ostermarschrede vorgeworfen.

Arndt legte noch nach und verfasste einen offenen Brief an die Kirchenleitung und alle Christen der Nordelbischen Kirche (ND berichtete). Dass die ihre Gemeinden dazu aufgerufen hatte, für die Tornado-Piloten der Bundeswehr am Himmel über Afghanistan zu beten, ist für ihn nichts anderes als das »alte Waffensegnen« und »eine Fortführung der blutigen Tradition deutscher lutherischer Kriegstheologie«. Der Abscheu vor ihren politischen Folgen gehört zur Matrix von Arndts Le...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1257 Wörter (8715 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.