Jenny Becker 14.08.2010 / Kultur

Begrünen statt bewachen

Seit 20 Jahren dient ein ehemaliger Grenzturm als Naturschutzstützpunkt

Einsatz für die Umwelt. Marian Przybilla und Helga Garduhn im Garten vor ihrem Naturschutzturm

Früher gab es hier nur leblosen Sand. Auch einige Tote. Jetzt ist es ein blühender Garten, von rauschenden Kiefern umgeben. Mitten auf dem ehemaligen Todesstreifen in Hohen Neuendorf, nördlich von Berlin, hat die Deutsche Waldjugend ein grünes Kleinod geschaffen – und ein Stück Geschichte in lebendigen Umweltschutz verwandelt. Man stelle sich vor: Es stand einmal ein Grenzturm an der Berliner Mauer. Aus grauem Beton, umgeben von Stacheldraht. Nicht ungewöhnlich – es gab über 300 seiner Art. Ungewöhnlich ist hingegen das Schicksal, das ihn nach der Wende ereilte. Eine Gruppe Kinder machte den gefürchteten Kommandoturm zu ihrem Umweltstützpunkt – dem »Naturschutzturm Berliner Nordrand« der Deutschen Waldjugend Berlin/Brandenburg. Weiß getüncht steht der knapp neun Meter hohe Bau zwischen Hecken und Gräsern in dem Garten. Er ist ein Relikt der deutschen Teilung, vielmehr aber ein Zeichen der Einheit. Denn ermöglicht wurd...

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