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Einmal ist immer

Zum 65. Geburtstag des Filmregisseurs Wim Wenders

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Die Filme werden nicht heimisch. Fremdlinge. Sie gehen ihren Weg mit gewisser Grundscheu. Sie schleppen sich an sich selber entlang, wie an einer Wand, gleich einer letzten Rückzugsmöglichkeit gegen eine um sich greifende Kultur des Affekts, der Erregung, der Vereinigung von Bildgier und Tempogier.

Kafka nannte das Leben, ob dessen quälender Differenz zum möglichen Schönen und ob der ebensi quälenden Hoffnung auf einen »irgendwann« lebbaren Zustand: »Zögern vor der Geburt«. Die Filme von Wim Wenders sind eine Art episches Zögern, gesetzt gegen das fassbare Realitätsgeprotze, bei dem Bilder gleichsam Stiefel tragen und alle Türen eintreten.

»Bilder von der Oberfläche der Erde« hieß eine Ausstellung mit jenen Fotos, die er seit Jahren während der Dreharbeiten macht. Wenn man sich diese Aufnahmen anschaut, hat man Schlüssel zu den Filmen in der Hand, nein, im Blick: Welten, die keinen Anfang, kein Ende haben. Hinweisschilder, die zu nicht...


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