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Gezieltes Töten ganz »nüchtern« betrachtet

Bundeswehr-General spricht Klartext über Aufgaben des KSK – Politik macht weiter Sommerpause

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In den vergangenen Jahren sind die deutschen Spezialkräfte in Afghanistan verstärkt worden, »um Talibannetzwerke effektiv ausschalten zu können«. Der deutsche General und ISAF-Sprecher Blotz bestätigte indirekt ein Verfahren, das man »gezielte Tötungen« nennt. Die aber sind laut Verteidigungsministerium »definitiv ausgeschlossen«.

Jeder, der sich mit dem Krieg in Afghanistan nur ein wenig auskennt, weiß, dass es wahr ist: Deutsche Spezialeinheiten bringen – zumeist im Verbund mit Verbündeten – zielgerichtet Taliban- und andere Aufständische um. Die Beteiligung an gezielten Tötungen und die Zuarbeit zu »Joint Priority Effects Lists«, sogenannten Todeslisten, sind bisher immer dementiert worden. Das Verteidigungsministerium hat sogar behauptet, dass so etwas dem Kommando Spezialkräfte (KSK) verboten ist.

Nun aber hat Brigadegeneral Josef Dieter Blotz im »Tagesspiegel«-Interview dafür plädiert, das »etwas reißerisch dargestellte Thema nüchterner (zu) betrachten« und er redete (fast) Klartext. »Es ist völlig klar und völlig verständlich, dass Extremisten, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, unsere Soldaten zu erschi...


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