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Weg gesucht

Ruhrtriennale 2010

Mit dem muslimischen Epos »Leila und Madschun« wird heute in der Bochumer Jahrhunderthalle die Ruhrtriennale eröffnet. Das Kulturfestival vom 20. August bis 10. Oktober beschäftigt sich in diesem Jahr unter dem Motto »Die Wanderung – die Suche nach dem Weg« mit dem Islam. Insgesamt stehen 37 Produktionen mit rund 130 Veranstaltungen auf dem Programm. Über 650 Künstler aus 27 Nationen sind an den Produktionen beteiligt.

Bei »Leila und Madschun« führt der Intendant der Ruhrtriennale, Willy Decker, selbst Regie. Das 1188 vom persischen Dichter Nizami geschriebene Stück erzählt das Schicksal des berühmtesten Liebespaares der islamischen Welt. Zudem wird bei dem Festival die Dramatisierung der »Blechtrommel« von Günter Grass uraufgeführt. Die vorgesehene Uraufführung von Christoph Schlingensiefs Stück »S.M.A.S.H – In Hilfe ersticken« wurde wegen der schweren Krebserkrankung des Regisseurs abgesagt.

In der Kategorie Literatur findet in diesem Jahr das »Zeit Forum Kultur« unter Leitung von Josef Joffe unter der Überschrift »Friede sei mit Euch« am 12. September statt. Theologen, Politiker und Wissenschaftler werden über die Chancen einer interreligiösen Friedensbewegung diskutieren. Die Autorin Necla Kelek lädt am 3. Oktober bei »Allahs Töchter« Frauen verschiedener Glaubensrichtungen zum Streitgespräch.

In der Konzertreihe »Century of Song« wird es sechs Einzelkonzerte geben, mit Künstlern, die selbst aus dem Orient stammen oder davon inspiriert wurden. Das dreitägige Filmfestival »Spirit of Islam« zeigt in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg Filme aus islamischen Ländern.

Der dreijährige Ruhrtriennale-Zyklus 2009 bis 2011 steht unter dem Motto »Urmomente«. 2009 hatte Decker den Blick auf den jüdischen Kulturkreis gerichtet. 2011 wird es um künstlerisch-spirituelle Urthemen der buddhistischen Kultur gehen. epd

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