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Schüchterner Poet

Leonard Cohen bezauberte in der Waldbühne

Von Ulrike von Leszczynski, dpa

Leonard Cohens schlohweißes Haar ist ein wenig schütter geworden, die markanten Furchen um seinen Mund noch tiefer. Doch sonst ist er ganz der Alte. Im eleganten schwarzen Anzug samt Hut verzaubert der kanadische Songpoet erneut sein deutsches Publikum. Zum Tourauftakt in Berlin beweist er, dass ein Sänger auch mit 75 Jahren in Würde auf einer großen Bühne stehen kann und will. »I did not come to Berlin, to fool you«, wird er später versichern, in verschmitzter Abwandlung seines großen Erfolgs »Halleluja«: Ich bin nicht nach Berlin gekommen, um euch zu veralbern.

Leonard Cohen ist kein Mann der großen Worte. Er kommt auf die Bühne und beginnt schnörkellos und leise mit dem ersten Lied. Fast schüchtern wirkt das für einen Künstler, der von den Konzertbesuchern zwischen 20 und 70 Jahren glühend verehrt wird. Doch vielleicht ist das typisch für einen Mann, der von sich selbst sagt, dass er ein bisschen furcht...


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